Ihre Fragen an uns


Eine freie Schule ist in vielen Abläufen sehr unterschiedlich zu einer Schulen, wie wir sie selbst als Kind oder mit unseren eigenen Kindern nun kennenlernen durften. Daher entstehen viele Fragen. Die häufigsten Fragen möchten wir versuchen hier kurz zu beantworten.

 

Haben Sie noch weitere Fragen?  Dann schreiben Sie uns gerne an freie.schule.biblis@gmail.com oder rufen Sie uns an unter 06245-9096397 oder 0179 8989 009.


Wird mein Kind alles lernen, was es für einen Schluabschluss benötigt?

 

Kinder sind von Natur aus Entdecker. Sie lernen, wenn sie etwas brennend interessiert, wenn ihnen etwas unter die Haut geht, wenn sie eine Sache oder einen Vorgang wirklich BE-greifen. Sie müssen sich die Welt und ihre Zusammenhänge selbst erarbeiten und erschließen. Sie sind gesteuert durch ihre innere (intrinsische) Motivation. So erlernen sie als Babys auch das Krabbeln, das Laufen und das Sprechen. Später interessieren sie sich für Buchstaben oder Zahlen. Wenn man diese Entdeckerfreude nicht durch Druck von außen nimmt, wird ihre Wissbegier nicht verebben.

 

Kein Kind möchte von Natur aus nichts lernen. Jedes Kind ist neugierig und interessiert. An freien Schule entscheiden sie selbstständig was sie nun lernen möchten und können sich das Wissen spielerisch erarbeiten. Oftmals sind Übergänge von einem Interessensgebiet zum anderen Interessensgebiet fließend. Entstehen dennoch Hemmungen bestimmte Lerninhalte zu erarbeiten, erkennen dies die Lernbegleiter, welche die Kinder täglich genau bei ihren Arbeiten beobachten. Sie können die Kinder dann ohne Druck unterstützen, sich jedem Lerninhalt zuzuwenden.


Gibt es Hausaufgaben/Prüfungen/Noten/Zeugnisse?


Nein. Die Kinder können sich im Laufe des Tages mit ihrem Interessensgebiet beschäftigen und können am nächsten Tag damit fortfahren, weil es sie gerade interessiert und wir keinen Druck auf das Kind ausüben.
Wir möchten die Kinder nicht überprüfen, sondern haben das Vertrauen in die Kinder, dass sie lernen, was sie gerade am meisten interessiert, und dieses Wissen dann auch langfristig abspeichern. Testungen sind für uns Momentaufnahmen, die meist nicht wirklich
repräsentativ sind. Denn bei Benotungen geht es meist um das Auswendiglernen, für den Moment der Prüfung, für das Schuljahr und wird danach meist wieder vergessen.

 

Da wir die Kinder nicht bewerten, brauchen wir auch keine Noten zu vergeben. Somit erzeugen wir keinen Leistungsdruck, Konkurrenzkampf oder gar Mobbing und wahren mit Respekt die Persönlichkeit jedes einzelnen Kindes. Da wir die Kinder täglich genau beobachten begleiten, können wir ihren individuellen Entwicklungsstand nachvollziehen und einschätzen.


Das Schulamt fordert die Erstellung eines Zeugnisses. Dies soll von dem zuständigen Lernbegleiter individuell erstellt werden. Hierbei soll jedoch keine Bewertung erfolgen, sondern lediglich ein Darlegen von den Interessen, positiven Eigenschaften und Fähigkeiten des Kindes. In der geplanten Sekundarstufe sollen dann die Kinder, die einen Abschluss in den Folgejahren anstreben, Noten erhalten und auf Prüfungssituationen eingestellt werden. Somit können wir die Kinder optimal auf die dann anstehenden Prüfungen vorbereiten.


Wer „unterrichtet“ die Kinder? Und geschieht dies nach dem staatlichen Lehrplan?


An der Schule werden staatliche geprüfte Lehrer, die mindestens das erste Staatsexamenerworben haben, als Lernbegleiter tätig sein. Ebenso weitere Personen mit pädagogischer Vorbildung, welche die staatlich geprüften Lehrkräfte unterstützen. Ein Lernbegleiter gibt keinen Unterricht vor, keine Fächer und Themen, die an diesem Tag erarbeitet werden müssen. Sie schaffen eine vorbereitete Umgebung, in welche die Kinder alles vorfinden, was ihre jeweiligen Interessen anspricht. Sie stehen den Kindern unterstützend zur Seite, bieten Lernmöglichkeiten und Projekte an und stehen bei Fragen jederzeit zur Verfügung.

Die Freie Schule wird nicht dem öffentlichen staatlichen Lehrplan, wie eine Regelschule, folgen. Wir erarbeiten jedoch einen Lehrplan, der dem öffentlichen Lehrplan gleichgestellt ist. Die Kinder können frei entscheiden, was sie zu welchem Zeitpunkt lernen möchten. Es werden ihnen alle Lernbereiche (Mathe, Deutsch, etc.) des öffentlich Lehrplans angeboten, so dass sie in ihrem eigenen Tempo die Fähigkeiten z.B. des Lesens, Schreibens, Rechnens usw. erlernen können. Hierbei stehen ihnen dann die Lernbegleiter oder auch die älteren Schüler zur Seite.